| 4.2 Wissenschaftliche Fakten zur Atmosphäre, Strahlung, CO2, Wetter, Klima, Thermodynamik |
|
||||||||||||||||
| 4.2.4 Kohlenstoffzyklus | |||||||||||||||||
|
Dabei spielen das absorbierte Sonnenlicht, die Temperatur, die emittierte IR-Strahlung, der latente Wärmefluß (latent heat flux durch Wasserdampf), die fühlbare Wärme und Meersströmung eine wichtige Rolle. Beim Faktor Strahlungsabsorption sind die IR-Strahlung absorbierenden Komponenten der Atmosphäre H2O und CO2 wichtig. Kohlenstoffdioxid ist ein Teil des Kohlenstoffzyklus, der kurz besprochen werden soll. Nachfolgend ist der Kohlenstoffkreislauf des IPCC (UNEP) 1998 dargestellt. Dieser dient den meisten offiziellen Stellen als Grundlage. Er bildet jedoch nur einen Teil der Realität ab. Es fehlen folgende wesentliche Elemente:
Wegen dieser wesentlichen Mängel sind alle Schlußfolgerungen daraus spekulativ und Berechnungen nicht schlüssig. Ein Schaubild mit allen Quellen findet man am Ende der Seite! Kohlenstoff
kommt anorganisch im Boden als Kohle, in verschiedenen Carbonaten
(Salzen der Kohlensäure) z.B. als Kalziumcarbonat (Kalk),
als im Wasser gelöstes Kalziumhydrogencarbonat und in der
Atmosphäre als gasförmiges CO2 und Methan
vor. In organischer Form findet man C-Verbindungen als Erdgas oder
Erdöl. Der Kohlenstoffzyklus stellt die Umwandlung in seine
verschiedenen Formen dar.
1. Biosphäre/Atmosphären-Zyklus Aktuell ist CO2 in der
Atmosphäre mit 0,037% vertreten. CO2 wird von Organismen
ausgeatmet und von Pflanzen (Land/wasser) zur Photosynthese (ca. 550
GT/Jahr) aufgenommen. Dieselbe Menge CO2 ( ca.
550 GT/Jahr) wird durch die Zellatmung der Organismen zu Land
und zu Wasser an die Atmosphäre abgegeben. Der Fehler beträgt
dabei +- 37 GT CO2. Dies stellt als Photosynthese/Zellatmung
eines der beiden wichtigen Teilgleichgewichte der Biospäre dar. Battle et al. (2000) bestimmten im Jahr 2000 die Aufnahmegeschwindigkeit der Biosphäre mit 1.4±0.8 Gt C /Jahr und die Rate der Ozeane mit 2.0±0.6 GT C /Jahr basierend auf Messungen zwischen 1991 and 1997. (Quelle: http://www.ocean.washington.edu/research/sil/anthroco2.htm) Durch die Zivilisation werden jährlich ca. 22GT CO2 emittiert. Dies sind ca. 4% des Gesamtgleichgewichts von ca. 550 GT CO2/Jahr. 2. Lithosphären/Platten-Zyklus 3. Gesteinszyklus
Aus der nachfolgenden Abbildung des Kohlenstoff-Kreislaufs können die teilweise geschätzten umgeschlagenen Mengen an CO2 1994 entnommen werden, wie sie offiziell angegeben werden. (Quelle: Dave Bice, Dept. of Geology, Carleton College, Northfield, MN 55057; verändert; 1Gt = 109 To). 1. Verbrennung fossiler Brennstoffe - 5 Gt C/Jahr 2. Vulkanische Eruptionen 0, 6 Gt C/Jahr 3. Aufnahme von CO2 durch die kalte Oberfläche der Meere - 90 Gt C/Jahr 4. Photosynthese mariner Organismen in kaltem Oberflächenwasser der Meere - 8Gt C/Jahr 6. Ablagerung toter Organismen (anorg. und organ. C) vom kalten in das tiefe Meerwasser - 14Gt C/Jahr 7. Absinken des kalten Oberflächenwassers (meist nahe den Polen) - 96,2 Gt C/Jahr 8. Horizontaltransfer von warmem Oberflächenwasser - 10Gt C/Jahr 9. Sedimentation auf den Meeresgrund (anorg. und organ. C) - 0,6Gt C/Jahr 10. Freisetzung von CO2 durch warmes Oberflächenwasser der Meere - 90Gt C/Jahr 11. Photosynthese mariner Organismen in warmem Oberflächenwasser - 32Gt C/Jahr 12. Atmung mariner Organismen und schneller Zerfall toter Organismen in warmem Oberflächenwasser - 26Gt C/Jahr 13. Ablagerung toter mariner Organismen (organ. und anorgan. C) vom warmen Wasser ins tiefe Wasser - 6Gt C/Jahr 14. Aufsteigen des tiefen Wassers (Äquator und an den Kontinenträndern) - 105 Gt C/Jahr 15. C-Transfer durch Flußmündungen ins Meer - 0,6Gt C/Jahr 16. Abholzung der Wälder und Böden setzt CO2 frei - 1,5Gt C/Jahr 17. Photosynthese der Landorganismen - 110 Gt C/Jahr 18. Atmung der Landorganismen - 50 Gt C/Jahr 19. Blattfall und Verlust der Wurzeln in den Boden - 60Gt C/Jahr 20. Atmung der Mikroorganismen im Boden setzt CO2 in die Atmosphäre frei - 59 Gt C/Jahr 5. Atmung mariner Organismen und schneller Zerfall toter Organismen in kaltem Oberflächenwasser der Meere - 14Gt C/Jahr
Damit sind die Ozeane die wichtigsten CO2-Speicher der Erde! CO2 reagiert innerhalb ca. 1 Jahres
zum Gleichgewicht. Die Vermischung im gesamten Ozean dauert allerdings
ca. 1000 Jahre.( Quelle: http://www.geo.arizona.edu/geo4xx/geos478/GC2002.Ocean1.html)
Im Seewasser steht CO2 im Gleichgewicht mit CO32-,
HCO3-. Bei pH ~8, findet man an DIC ca. 1% CO2,
89% HCO3-, and 10% CO32-. Die Methanemission beträgt übrigens pro Jahr ca. 0,9 GT.
In der öffentlichen Diskussion sind besonders der Anstieg der atmosphärischen CO2-Konzentration (2002= 0,037%). Die atmosphärische C-Konzentration wird durch 2 dynamische Teilgleichgewichte bestimmt (siehe IPCC-Schaubild oben):
6 CO2 +
6 H2O Insgesamt findet also ein ständiger Austausch von ca. 210 GT C/Jahr zwischen Boden/Wasser und der Atmosphäre statt. Dazu kommen die nichtvulkanischen und vulkanischen Bodenausgasungen und die Schlammvulkane die bisher weltweit kaum vermessen sind. Von den ca. 550 aktiven Vulkanen sind derzeit nur 24 und deren Umgebung vermessen worden. Bisherige Messungen zeigen einen C-Fluß im Gigatonnenbereich. Diese Menge wird sich durch weitere Messungen bald enorm erhöhen. Bie Bodenausgasungen und Schlammvulkane sind in den bisherigen C-Zyklen deutlich unterschätzt und deswegen als geologische C-Quelle ignoriert worden. Deshalb sind alle bisher veröffentlichten C-Flux-Modelle unvollständig und lassen keine eindeutigen Schlußfolgerungen zu. Andere Substanzflüsse sind minimal oder können noch nicht quantifiziert werden Dynamische Gleichgewichte bestehen
aus einer Hin- und Rückreaktion, die laufend ablaufen, werden über
das Massenwirkungsgesetz berechnet und besitzen eine Gleichgewichtskonstante.
Die aktuellen Konzentrationen in Luft und Wasser geben den derzeitigen
Gleichgewichtszustand an. Dies ist Grundwissen der Chemie seit ca. 150
Jahren.
In unserem Fall sind die Photosynthese und Dissimilation (Zellatmung) der Organismen stark temperaturabhängig. Typischerweise laufen die biochemischen Reaktionen (durch Enzyme) zwischen 20° und 40° C am besten ab. Eine Temperaturerhöhung um 10° verdoppelt die Reaktionsgeschwindigkeit (RGT-Regel).
Störung des
Gleichgewichts durch Temperaturänderung Betrachtet man einen kleinen Zeitraum, z.B. die letzten 150 Jahre oder sogar nur 1 Tag so kann man ebenfalls zwanglos feststellen, daß das Gleichgewicht immer gestört wird. Z.B. nachts ist es kalt, am Tag erwärmt sich die Erde um ca. 15°C. Störung des
Gleichgewichts durch Konzentrationsänderung
Grundsätzlich führen beide C-Emissionen in die Atmsophäre nach LeChatelier zu einer Beschleunigung der Rückreaktion also der Steigerung der Photosynthese und einer verstärkten Lösung im Wasser. Die Emissionen der Vulkane, die meist mit 0,6 GT C/Jahr angegeben wird entsprechen kaum der Realität, da bis heute erst 24 von ca. 550 aktiven Vulkanen vermessen sind und die Bodenausgasungen um die Vulkane kaum berücksichtigt sind. Hinzu kommen die nichtvulkanischen Ausgasungen, die noch höher sind. Allein die gemessenen Bodenausgasungen in Süditalien von Neapel bis Sizilien betragen in Form von CO2 ca. 0,4 x 108 Tonnen/Jahr. Quelle: http://www.geosc.psu.edu/~jrogie/pubs/AGU1996.html (Stand 2002) und http://aslo.org/disccrs/200209-2.html. Z. B. im Yellowstone Park mit seinen vielen heißen Quellen steigen aus dem Boden 0,3 x 108 Tonnen CO2/Jahr aus. (Quelle: http://www.nps.gov/yell/publications/pdfs/iar99/pdfs/geology.pdf)
Die Ausgasungen ( 2,3 Mt/Jahr) am Kratersee Lake Nyos, Kamerun, Afrika töteten 1986 mehr als 1700 Menschen. Ein künstliches Ausgasungsprojekt der UNESCO schaffte Abhilfe (siehe unten rechts). (http://perso.wanadoo.fr/mhalb/nyos/)
Allein in Mittel und Süditalien gasen ca. 1/3 der bisher gemessenen CO2-Mengen aus dem Boden. Manche emittieren 100% CO2, ca. 200 Tonnen /Tag und sind tödlich. (Quelle: http://www.psu.edu/ur/NEWS/SCIENCETECH/italy.html)
Es sind also nach Festellung der unter- und oberirdischen Bodenausgasungen und der vulkanischen Aktivität wesetntlich höhere Emissionen zu erwarten als zur Zeit angegeben. Deshalb ist dies DER wirksame Faktor zur Störung neben der Temperatur. Eine Tabelle aller derzeitigen gemessenen Ausgasungen ist hier ersichtlich.
(Quelle: http://www.coa.gov.tw/external/preserve/preserve/english/nat_res/wushangting.htm)
und Die Ausgasungen der Schlammvulkane sind bisher ebenfalls nur teilweise gemessen worden und werden aufgrund der bisherigen Messungen (2002) auf global 15 - 20 Megatonnen /Jahr Gas(CH4 und CO2), jeweils überirdisch und submarin hochgerechnet. (Quelle: http://www.milkov.homestead.com/files/Milkov_et_al_2003.pdf) Diese Mengen sind bisher auch weit unterschätzt worden. Nachfolgend die Gegenüberstellung der natürlichen und menschlichen globalen C-Emissionen/Jahr ohne die vulkanischen und nichtvulkanischen Bodenausgasungen da nur zu ca. 5% vermessen::
Die antropogenen Emissionen belaufen sich derzeit auf ca. 22 GT CO2/Jahr. oder ca. 5,5 GT C/Jahr. Diese Menge ist im Bereich des statistischen Fehlers der Schätzungen des Gesamtgleichgewichts von 210 GT C/Jahr und ca. 3%. Eine solch kleine Menge kann das Gesamtgleichgewicht nicht stören, da die Gleichgewichte ohne Umschlagspunkte verschoben werden (Löslichkeit, Photosynthese) und die Bodenausgasungen wesentlich höher sind.
Nachfolgend der um die allgemein ignorierten und unbekannten C-Quellen ergänzte C-Kreislauf der NASA:
|
|||||||||||||||||
|
Weiterführende Quellen:
|