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Warum die Deutschen? Warum die Juden?

Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800 - 1933

Götz Aly, Fischer (S.), Frankfurt (2011), 352 Seiten

Warum die Deutschen? Warum die Juden? - Cover
Götz Alys große Leistung für die Erforschung der Zeit des Nationalsozialismus war, dass er mit seinem Buch "Hitlers Volksstaat" zum Bild der Herrschaft durch Gleichschaltung und Terror auch das der Herrschaft durch das Zuckerbrot der sozialen Wohltaten (besonders während des Krieges) hinzugefügt hat. Er hat geholfen, diese Zeit differenzierter zu sehen. In seinem neuen Buch "Warum die Deutschen? Warum die Juden? -Gleichheit, Neid und Rassenhass 1800 - 1933" versucht er sich am Gegenteil: Das differenzierte Bild von der Entwicklung vom mittelalterlichen religiösen Antisemitismus über den Rassenantisemitismus des späten 19. Jahrhunderts bis hin zu den Vernichtungsplänen im nationalsozialistischen Deutschland versucht er mit der Hypothese eines seit der Judenemanzipation durchgehenden Sozialneids zu vereinheitlichen.

Gesamte Rezension lesen, verfasst von Walter Böhme am 20.02.2012

Fachrichtung: Geschichte


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Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns

Christian Meier, Bundeszentrale für politische Bildung (2010), 159 Seiten

Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit des Erinnerns - Cover
In seiner Schrift "Das Gebot zu vergessen und die Unabweisbarkeit der Erinnerung. Vom öffentlichen Umgang mit schlimmer Vergangenheit" zeigt Christian Meier in dem Aufsatz "Erinnern - Verdrängen - Vergessen" auf, dass in der europäischen Geschichte über 2000 jahre lang am Ende von Auseinandersetzungen wie Bürgerkriegen und Kriegen immer wieder ein öffentliches Gebot zu vergessen stand. An zahlreichen Beispielen aus der antiken griechischen Geschichte, deutlich pauschaler dann auch der mittelalterlichen und neuzeitlichen europäischen Geschichte weist er nach, dass diese Haltung bis zum Ende des 19. Jahrhunderts durchgängig vorhanden war. Als Begründung dafür findet er folgende Thesen:

Gesamte Rezension lesen, verfasst von Walter Böhme am 17.02.2012

Fachrichtung: Geschichte


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Schluss mit dem Bildungsgerede!

Eine Anstiftung zu pädagogischem Eigensinn

Michael Felten, Gütersloher Verlagshaus (2012), 95 Seiten

Schluss mit dem Bildungsgerede! - Cover
"Ein guter Lehrer, das ist jemand, der seinen Schüler nicht nur die Hand bietet, sondern auch die Stirn" (Michael Felten)

Gesamte Rezension lesen, verfasst von B. Klak am 14.02.2012

Fachrichtung: fächerübergreifend


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Amok. Ursachen erkennen – Warnsignale verstehen – Katastrophen verhindern

Britta Bannenberg, Gütersloh (2010), 207 Seiten

Amok. Ursachen erkennen – Warnsignale verstehen – Katastrophen verhindern - Cover
Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie, räumt zunächst mit zwei Vorurteilen auf, die allerdings zum Glück nicht mehr weit verbreitet sind. Ein Amoklauf, wie er inzwischen wiederholt auch an deutschen Schulen aufgetreten ist (Winnenden!), ist keine Tat aufgrund eines unmittelbaren Affekts, sondern von langer Hand vorbereitet. Wer an einen Amoklauf denkt, wirkt überhaupt nicht aggressiv, sondern sehr unauffällig. Und dennoch gibt es typische Kennzeichen eines Amokläufers, die schon Jahre vor der Tat darauf hindeuten, wer zum Amokläufer werden könnte. Und es gibt Mittel zur Vorbeugung. Bevor sie darauf zu sprechen kommt, arbeitet sie freilich sorgfältig ab, was man über Amok sonst noch wissen sollte.

Gesamte Rezension lesen, verfasst von Walter Boehme am 01.02.2012

Fachrichtungen: evangelische Religion katholische Religion Ethik Gemeinschaftskunde fächerübergreifend


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Lasst Kinder wieder Kinder sein!

Oder: Die Rückkehr zur Intuition

Michael Winterhoff, Carsten Tergast, Gütersloher Verlagshaus (2011), 205 Seiten

Lasst Kinder wieder Kinder sein! - Cover
Als erstes: Meine Kinder sind keine Kinder mehr und dennoch spricht mich das Thema an. Denn Winterhoff hat in seinen drei bisherigen Büchern auf ein Phänomen hingewiesen, das mir vertraut ist, und deutet Lösungswege an, die für jeden Erwachsenen interessant sind. Um welches Phänomen handelt es sich? Immer mehr Kinder finden nicht zu Ruhe und Konzentration, und pädagogische Mittel bleiben oft erfolglos. Immer häufiger scheint eine Behandlung mit Drogen wie Ritalin die notwendige Voraussetzung dafür, dass pädagogische Maßnahmen überhaupt erst ansetzen können. Winterhoffs Erklärung für das Phänomen ist, dass die Kinder auf dem seelischen Niveau von Zweijährigen stehen geblieben seien und deshalb erst noch Entwicklungsschritte nachgeholt werden müssten, bevor Erziehung wirksam werden kann.

Gesamte Rezension lesen, verfasst von Walter Boehme am 28.01.2012

Fachrichtungen: Gemeinschaftskunde Pädagogik


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