Lesen Sie von S.79 ("Egal", sagte er."Fang an zu fragen!...") bis S.82 ("... auch wenn das schwer ist.") und nehmen Sie diese Textstelle jeweils als Ausgangspunkt für die Behandlung der folgenden Aufgaben:
Demgegenüber beharrt Hans auf der Einhaltung des Rechtsweges und auf der Achtung der Rechtsnorm: Das handeln der alten ist nicht nur illegal, sondern unmoralisch und anmaßend; kein Mensch aber soll sich zum Richter über andere aufspielen.
Hinter Vater Bronsteins Denken und Handeln steht das MISSTRAUEN der Geknechteten und Gedemütigten:
- geschichtliche Erfahrung der Judenverfolgung,
- die Alten wollen stellvertretend für alle Juden Gerechtigkeit üben
- sie nehmen das verhängnisvolle Richter-Amt auf sich
Hans Bronsteins Argumentation dagegen ist 'rechtstaatlich', d.h. geprägt von VERTRAUEN auf die Legitimität der bestehenden Rechtsinstanzen. Seine Position ist zwar geschichtslos, aber moralisch einwandfrei.
- zum einen an diesem Erfahrungsmangel: Es besteht kein gemeinsamer
Erfahrungs-Horizont, der Grundlage für ein sinnvolles Gespräch sein
könnte. ("Fachmann" - 'Laie').
- zum anderen an der mangelnden gegenseitigen Anerkennung:
Der Sohn fühlt sich unterlegen und interpretiert das Verhalten des Vaters
von Anfang an als herablassend ("als wäre ich ein Kind"). Das Verhältnis
der Gesprächspartner ist nicht gleichberechtigt (Vater-Kind) und wird von
Anfang von Hypothesen über das Verhalten des anderen beherrscht.
Das Gesagte wird immer schon überlagert von der Vorweg-Interpretation.
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