Es können vier Phasen unterschieden werden:
Mit der I. Bitterfelder Konferenz 1959 wurde noch einen Schritt weitergegangen und der Bitterfelder Weg eingeschlagen:
Die Schriftsteller wurden aufgefordert, in die Betriebe zu gehen um dort die Situation der Arbeiterklasse praktisch kennenzulernen, die Arbeiter wurden aufgefordert, in " Brigadetagebüchern" ihren mehr oder weniger heroischen Alltag zu beschreiben. Die Parolen lauten: "Greif zur Feder, Kumpel!" und "Stürmt die Höhen der Kultur!" (z.B. absolviert Christa Wolf im VEB Waggonbau bei Halle ein Betriebspraktikum und wirkt in einem "Zirkel schreibender Arbeiter" mit.)
November 1976: Die Ausbürgerung des Liedermachers Wolfgang Biermanns löst den offenen Widerspruch vieler DDR-Schriftsteller gegen die Kulturpolitik aus, es kommt zu zahlreichen Ausschlüssen aus der Partei und dem Schriftstellerverband, der Exodus der DDR-Künstler beginnt:
Z.B. Jurek Becker, Günter Kunert, Sarah Kirsch, Erich Loest, Reiner Kunze, Manfred Krug, Armin Müller-Stahl, Nina Hagen.
Andere bleiben im Lande und versuchen den schwierigen Balance-Akt zwischen Solidarität und Kritik: Christa Wolf, Volker Braun, Ulrich Plenzdorf ...,
wieder andere leben in der DDR und veröffentlichen z.T. mit großen Schwierigkeiten im Westen: Stefan Heym, Monika Maron.
Hauptquelle: Wolfgang Emmerich, Kleine Literaturgeschichte der DDR, Luchterhand 1981
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